Ingeborg Milz
Offensichtlich nehmen Rechenschwächen immer mehr zu und die Hilflosigkeit, ihr zu begegnen, ebenfalls. Unter neuropädagogischem Verständnis geht es nun darum, die Lernprobleme des Kindes (hier im Zusammenhang mit Rechenunterricht) von verschiedenen Seiten her einzuschätzen und anzugehen. Dabei wird mehr und mehr deutlich, wie undifferenziert im Allgemeinen bei einer Behandlung von Rechenproblemen vorgegangen wird. Es fehlt an einem Verständnis für den Aufbau mathematischen Denkens und es wird geglaubt, mit dem Einüben von Fertigkeiten, die an der sichtbaren Oberfläche des Problems liegen, eine wirkliche Hilfe zu geben. Die Auseinandersetzung mit der Problematik der Rechenschwäche (Dyskalkulie), wie sie hier versucht wird, soll zu einer Begriffsklärung und Begriffsdefinition verhelfen.
Dieses Buch ist ein Handbuch für Pädagogen. Wenn es dafür die Vorbereitete Umgebung gibt und die Haltung des Erwachsenen heißt: Hilf mir, es selbst zu tun und wenn der Erwachsene dann noch weiß, was zu tun ist, kann es für die Entwicklung des mathematischen Geistes nie zu früh sein.
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